Dritter Quartalsbericht

 

Dritter Quartalsbericht im Mai 2018

 

 

Unsere WG:

 

In unserer WG gab es erneut eine Veränderung. Zwischen Mitte Februar und Ende April hatten wir wieder eine fünfte Mitbewohnerin, Rebecca. Sie studiert internationale Beziehungen in Erfurt und war für zwei Monate in der New World Foundation, um ein Praktikum zu machen. Rebecca war bereits vor drei Jahren in Kapstadt und hat ihren Freiwilligendienst absolviert, dadurch hatte sie noch einige Kontakte. In der Zeit, in der sie hier war, haben wir somit über sie auch neue nette Personen und Plätze kennengelernt.

 Zwischen Februar und Mai haben Matthis, Tabea und ich Besuch aus Deutschland bekommen. Darüber war natürlich die Freude groß, und wir drei hatten alle somit zwischendurch Urlaub. Außerdem habe ich meiner Mutter und Schwester meine WG vorstellen können, und habe im Gegenzug Matthis’ Familie und Tabeas Mutter und Freund kennengelernt.

 

 Freizeit:

 

Wie oben angekündigt hatte ich Anfang März für zwei Wochen Besuch von meiner Mutter und meiner Schwester Lisa. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, ihnen „mein“ Kapstadt zu zeigen und von ihnen zu hören: „Mensch- du kennst dich aber aus!“

 

Nachdem die erste Stunde ihres Aufenthaltes eher stressig war ,(Flugverspätung, fast den Anschlussflug verpasst) war der restliche Urlaub sehr schön. In der ersten Woche sind wir die Garden Route entlang gereist. In der zweiten Woche waren wir dann alle zusammen in Kapstadt, und ich habe ihnen meinen Arbeitsplatz gezeigt,wir haben etwas Sightseeing gemacht und sie haben meine Mitbewohner kennengelernt. Nach zwei zu kurzen Wochen sind die beiden zurück nach Deutschland geflogen.

 

 Seitdem ich nach Kapstadt gekommen bin, wollte ich gerne mal surfen ausprobieren. Von allen Seite habe ich gehört, dass unser Ort (Muizenberg) ein reinstes Surferparadies sei, und wir das unbedingt mal ausprobieren müssten. Im letzten Monat haben wir vier uns dann aufgerafft, und einen Surfkurs in Muizenberg gemacht. Danach waren wir auch noch einmal surfen, und es hat auch richtig Spaß gemacht, aber länger als fünf Sekunden stand ich leider noch nicht auf dem Board- mal sehen, was die nächsten drei Monate noch bringen.

 

 In meiner Freizeitgestaltung gab es eine weitere Veränderung. Da ich ja in Deutschland für viele Jahre begeistert Fußball gespielt habe, wollte ich dieses Hobby auch nicht im Ausland missen. Bereits im Dezember kontaktierte ich eine naheliegende Damen-Fußballmannschaft, diese konnten jedoch aufgrund der Wasserknappheit erst im April anfangen zu trainieren. Als dann endlich April war, habe ich mich richtig auf mein erstes Training gefreut. Dort bin ich nun seit circa einem Monat aktiv und wir haben wöchentlich einmal Training und ein Spiel. Außerdem ist die Mannschaft von Anfang an freundlich mit mir umgegangen, und hat mich gut aufgenommen. Nur bei meinem Fitnessstand ist noch Luft nach oben.

 

 Arbeit:

 

 

In den letzten Monaten hat sich an der Grundkonstruktion bei der Arbeit wenig verändert. Wir haben nach wie vor circa 35 Kinder bei uns im Aftercare (Montags bis Mittwochs), mit denen wir lesen, basteln und nach draußen gehen. Letzteres wird in den nächsten Monaten wegen des bescheidenen Wetters nur noch selten möglich sein. Am Donnerstag leiten Tabea und ich ja den „Junior Girls Club“, an dem die zehn bis dreizehnjährigen Mädchen teilnehmen. Im März haben wir eine Session gemeinsam mit den gleichaltrigen Jungs durchgeführt zum Thema Selbstbewusstsein. Nachdem mit einem kleinen Aufwärmspiel alle aufgeweckt wurden, haben wir in einem längeren Info-Block die Bedeutung eines gesunden Selbstbewusstsein shervorgehoben und mit den Kindern herausgearbeitet, wie man sein Selbstbewusstsein verbessert.

 

 Am Freitag haben wir normalerweise den Senior Girls Club und die Jungs (Matthis und Piet) leiten den Senior Boys Club. In den vergangenen Monaten haben wir die älteren Jungs und Mädchen zusammen arbeiten lassen, da sie gemeinsam ein Event vorbereiten. Am 19.Mai sind die Mütter bzw. Großmütter bei uns in der New World Foundation eingeladen, um sich von unseren Senior Girls und Boys verwöhnen zu lassen. Da eine Woche zuvor Muttertag ist, haben sich die Jugendlichen unterschiedliche Aktionen einfallen lassen. Dazu gehören ein Song, ein Theaterstück und selbstgeschriebene Gedichte. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Tag abläuft und wie es den Müttern bzw. Großmüttern gefällt.

 

 

In der letzten Aprilwoche haben wir am Dienstag im Aftercare zum Thema Zukunft gebastelt. Bevor wir damit gestartet sind, wurde jeder und jede gefragt, was sie denn später werden wollen. Danach hatten die Kinder die Möglichkeit, ihren Traumberuf auf ein Blatt Papier zu malen bzw. zu basteln. Ich war beeindruckt davon, wie genau die Kinder mit acht Jahren schon wissen, was sie später arbeiten möchten und wie sie es auf kreative Weise auf Blatt Papier bringen konnten.

 

 Es lässt sich somit sagen, dass es mir nach wie vor sehr gut hier geht. Bei der Arbeit habe ich eine positive und stabile Basis zu den Kindern aufgebaut und ich habe das Gefühl, dass sie mich respektieren. Mit meinen Mitbewohnern, die ich inzwischen wohl eher als meine Freunde bezeichnen würde, verstehe ich mich nach wie vor gut. Ich freue mich nun darauf, noch drei schöne Monate hier zu verbringen,bevor es zurück die Heimat geht.

Schaut für Bilder bitte bei der Galerie vorbei!

 

 

 

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